WICHTIG!!! Die Handlung sowie alle Personen sind frei erfunden! Jegliche Ähnlichkeit mit Ereignissen und Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt!
Am Ufer des Rheins spielte sich eines Morgens um 5 Uhr eine Tragödie ab. Das Opfer wehrte sich bis zum bitteren Ende. Doch 10 Minuten später trieb nur noch ein lebloser Körper in den Strömen des Rheins. Danach hörte man nur noch ein Motorgeräusch und dann nichts mehr.
Zur gleichen Zeit in einem Haus in Frechen.
Eine Frau wurde wach und stellte fest dass ihr Mann verschwunden war.
Sie suchte im ganzen Haus nach ihm, doch sie fand ihn nicht.
Die Frau entschloss sich ihren Mann mal auf seinem Handy anzurufen.
Doch keiner ging dran.
Sie machte sich große Sorgen, jedoch entschloss sie sich nicht die Polizei einzuschalten.
Als am nächsten Morgen ihr Mann immer noch nicht aufgetaucht war entschloss sie sich doch zur Polizei zu gehen und eine Vermisstenanzeige aufzugeben.
Gerade waren auch die drei Kommissare Alexandra Rietz, Michael Naseband und Gerrit Grass bei einem Kollegen in Frechen zu besuch um ein wenig Urlaub zu haben.
Jedoch hatten sie wie immer kein Urlaub, da ihr Kollege noch alle Hände voll zu tun hatte.
So entschlossen sie sich etwas mit zu helfen.
Nun kam auch schon eine sehr verzweifelte Frau ins Kommissariat und wollte eine Vermisstenanzeige aufgeben.
„Guten Tag, mein Name ist Monika Reier. Mein Mann ist spurlos verschwunden! Ich wollte eine Vermisstenanzeige aufgeben.“, sagte die Frau.
„Ok.“, sagte ein Helfer des Freundes und Kollegen von den drei Kommissaren, „Wie heißt Ihr Mann?“
„Gerhart Reier.“, sagte die sehr aufgeregte Frau.
„Alter?“, fragte der Beamte.
Frau Reier: „41 Jahre.“
Beamte: „Wohnhaft?“
Frau Reier: „Frechen.“
„Ok wir werden uns darum kümmern.“, sagte der Beamte.
Frau Reier ging etwas beleidigt wegen des gleichgültigen Verhaltens des Beamten aus dem Büro.
In diesem Moment kamen Michael und Gerrit zur Tür herein.
„Hi, was hatte die Frau denn gerade für ein Problem? Die sah ziemlich wütend aus.“, sagte Michael dem Kollegen.
„Frag mich nicht.“, sagte der Beamte gleichgültig.
„Was wollte sie denn?“, fragte Gerrit.
„Sie wollte eine Vermisstenanzeige aufgeben.“, antwortete der Beamte.
In diesem Moment klingelte das Telefon.
Michael ging dran: „Naseband, k11... ach nee. Egal.“
„Guten Tag, ich habe eine Leiche entdeckt.“, sagte eine sehr aufgeregte Frau.
„Wo befinden sie sich denn? Und wie haben Sie die Leiche entdeckt?“, fragte Michael.
„Ich bin am Rhein spazieren gegangen, habe ich über das Geländer geschaut und dann habe ich die Leiche entdeckt.“, sagte die Frau nervös.
„Ok, wo befinden Sie sich denn am Rhein?“, fragte Michael weiter.
„Ich befinde mich in dem Rodenkirchener Leinpfard.“, sagte die Frau.
„Ok wir kommen sofort.“, sagte Michael und legte auf.
Er schnappte sich Gerrit und fuhr mit ihm zum Tatort.
Am Tatort angekommen erwartete sie schon eine aufgeregte Frau.
„Da, da ist die Leiche kommen Sie schnell! Bitte, schnell!“, schrie die ziemlich nervöse Frau.
„Bleiben Sie jetzt bitte erstmal ruhig. Michael guck du dir die Leiche mal an, ich nehme solang die Personalien von der Frau auf.“, sagte Gerrit mit seinem (süßen) Dialekt.
Michael ging an das Geländer und schaute nach unten. Doch er sah keine Leiche.
Er erweiterte seinen Blick und schaute weiter nach links und nun weiter nach rechts, und da sah er sie. Die Leiche schwamm auf dem Bauch. Michael verständigte sofort den Doc und die Spurensicherung.
Während dessen nahm Gerrit die Personalien der Frau auf. Sie hieß Jennifer Roht.
10 Minuten später trafen auch schon der Gerichtsmediziner und die Spurensicherung ein. Die Spurensicherung holte die Leiche, die an einem Bootspfahl hängen geblieben war aus den Strömen des Rheins.
„Darf ich jetzt gehen?“, fragte Jennifer Roht.
„Natürlich.“, sagte Gerrit.
Plötzlich klingelte Michaels Handy.
„Naseband“, sagte Michael nachdem er auf den grünen Knopf gedrückt hatte.
„Hi Michael, ich bin’s Alex.“, sagte seine Kollegin Alex.
„Na du, was ist denn?“, fragte Michael.
„Ich wollte nur mal fragen wo Gerrit und du seit.“, sagte Alex.
„Ach so, tut mir leid das wir dir nichts gesagt haben. Wir haben einen Fall übernommen. Eine Leiche schwamm im Rhein.“, sagte Michael gelassen.
„Schön das mir auch mal Jemand was erzählt.“, sagte Alex und lachte.
„Lach du nur, du musst ja nicht die Arbeit machen.“, sagte Michael.
„Ja, du hast Recht. Dann noch viel spaß. Ciao.“, sagte Alex und legte auf.
„Na toll.“, sagte Michael und legte ebenfalls auf.
„Was war denn?“, fragte Gerrit Michael.
„Das war Alex.“, sagte Michael.
„Ja, das weiß ich wohl. Ach, vergiss es.“, sagte Gerrit übertrieben laut.
„Wenn du meinst.“, sagte Michael gleichgültig.
Sie gingen beide nun zum Doc.
„Und, gibt’s was Neues?“, fragte Michael.
„Also, dem Toten wurde die Kehle durch geschlitzt.“, sagte der Doc.
„Ja, wir sehen es. Sieht nicht sehr schön aus.“, sagte Michael.
„Kannst du schon die Todeszeit abschätzen?“, fragte Gerrit.
„Er ist so gegen 5 Uhr heute Morgen ermordet worden.“, sagte der Doc.
„Michael, Gerrit kommt ihr mal.“, sagte Tom von der Spurensicherung.
„Was ist denn?“, fragte Michael.
„Wir haben ein Messer, das wahrscheinlich die Tatwaffe ist gefunden.“, sagte Tom.
„Wo lag das Messer?“, fragte Michael.
„Dort im Gebüsch.“, sagte Tom und zeigte auf ein paar Büsche.
„Doc, hat der Tote eigentlich einen Ausweis bei sich?“, fragte Gerrit.
„Moment“, sagte der Doc und schaute in den Taschen des Toten nach Papieren.
„Ja, er heißt Gerhart Reier und ist 41 Jahre alt.“, antwortete der Doc.
„Ok, macht ihr hier mal weiter. Komm Gerrit, wir fahren zurück ins Kommissariat zu Alex.“, sagte Michael und ging Richtung Auto.
Ohne ein Wort folgte Gerrit ihm.
Sie fuhren nun zurück zum Kommissariat.
„Ach, auch wieder da?“, fragte Alex die gerade am Schreibtisch eines Kollegen saß und ihren Kaffee trank.
„Ja, sind wir wie du siehst.“, sagte Michael etwas eingeschnappt.
„Was ist denn los?“, fragte Alex.
„Nichts!“, sagte Michael.
„Was ist mit ihm los?“, fragte Alex leise Gerrit wärend Michael sich einen Kaffee einschüttete.
Gerrit zuckte nur mit den Achseln.
In diesem Moment kam Niklas (der Polizist der die Vermisstenanzeige aufgenommen hatte) in das Büro gestürmt.
„Hallo, euer Fall ist doch im Moment der wo eine Leiche im Rhein gefunden wurde, oder?“, fragte Niklas aufgeregt.
„Ja.“, sagte Gerrit.
„Und der Tote hieß doch Gerhart Reier, oder?“, fragte Niklas.
„Ja, warum?“, fragte Gerrit.
„Ihr könnt euch doch sicherlich noch an die Frau erinnern die heute Morgen wütend aus dem Büro gegangen ist.“, antwortete Niklas.
„Ja. Jetzt komm zur Sache.“, schrieen Gerrit und Michael im Chor.
„Sie ist die Frau des Toten.“, sagte Niklas Blitz schnell.
„Ah ja, und seit wann hat sie ihren Mann als vermisst gemeldet?“, fragte Michael etwas genervt.
„Das hat sie nicht gesagt.“, sagte Niklas.
„Ok, Gerrit komm lass uns dann mal zu der Frau des Toten fahren um ihr die Neuigkeiten zu überbringen.“, sagte Michael zu Gerrit.
Beide gingen aus dem Büro.
20 Minuten später kamen Michael und Gerrit vor dem Haus des Toten an.
Sie stiegen aus ihrem Auto aus, gingen zur Haustür und klingelten.
Frau Reier öffnete ihnen die Tür.
„Guten Tag, woher kenne ich Sie?“, fragte Frau Reier nachdenklich.
„Guten Tag. Wir sind von der Kripo. Ich heiße Naseband und das ist mein Kollege Grass.“, sagte Michael ernst.
„Ach ja, genau, Haben Sie meinen Mann gefunden?“, fragte Frau Reier.
„Können wir erstmal rein kommen?“, fragte Michael.
„Natürlich, kommen Sie.“, sagte Frau Reier und ging ins Haus.
„Also, ja wir haben ihren Mann gefunden. Er ist tot.“, sagte Gerrit zögernd.
„Was? Nein, das kann doch nicht sein!“, sagte Frau Reier und brach in Tränen aus.
„Tut uns wirklich leid, aber es ist so.“, sagte Michael mit mitleidiger Stimme.
„Können Sie uns schon ein paar Fragen beantworten oder sollen wir später wieder kommen?“, fragte Gerrit.
„Nein, ist schon ok, Sie können mir Fragen stellen.“, sagte Frau Reier und wischte sich die Tränen aus ihrem Gesicht.
„Wann haben Sie ihren Mann zum letzten Mal gesehen?“, fragte Gerrit.
„Gestern Abend als wir zu Bett gingen.“, sagte Frau Reier.
„Ihr Mann wurde gegen ca. 5 Uhr getötet. Haben Sie irgendwie gemerkt das er aus dem Haus gegangen ist?“, fragte Michael.
„Nein, ich bin so gegen 5.30 Uhr aufgewacht und da lag er nicht mehr neben mir.“, sagte Frau Reier.
„Noch eine letzte Frage habe ich noch. Hatte ihr Mann irgendwelche Feinde?“, fragte Michael.
„Nein, er war ein lieber Mensch. Obwohl, da fällt mir gerade ein… mein Mann hat sich vor zwei Tagen also am Dienstag mit seinem Kollegen gestritten.“, sagte Frau Reier.
„Wie heißt der Kollege und wo arbeitet Ihr Mann?“, fragte Michael.
„Der Kollege heißt Dirk Timmers und mein Mann arbeitet im Gymnasium Frechen als Physik- und Mathelehrer.“, sagte Frau Reier und brach wieder in Tränen aus.
„Ok danke, Sie haben uns wirklich weiter geholfen.“, sagte Gerrit.
Beide verabschiedeten sich von der Frau und gingen zu ihrem Auto.
„Die arme Frau.“, sagte Gerrit mitleidig.
„Ja, das ist schon schlimm.“, sagte Michael.
„Stell dir mal vor, du verlierst einen Menschen den du total liebst.“, sagte Gerrit.
Aus irgendeinem Grund dachte Michael sofort an Alex, er wusste selbst nicht warum.
„Michael, ich muss jetzt noch schnell weg, ich würde dir vorschlagen das du mit Alex zu dem Gymnasium fährst.“, sagte Gerrit.
„Ok, meinet wegen.“, sagte Michael und fuhr los.
20 Minuten später kamen sie wieder vor dem Kommissariat an.
Gerrit stieg sofort in sein Auto ein und fuhr los. Michael ging die Treppen hoch zu Alex.
„Hallo Michael.“, sagte Alex und lächelte ihn an.
„Hi Alex.“, sagte Michael und lächelte zurück, „Fährst du mit mir zu der Arbeitsstelle des Toten?“
„Klar.“, sagte Alex und stand von ihrem Platz auf.
Sie gingen zu Michaels Auto und fuhren los.
„Weißt du überhaupt wo das ist?“, fragte Alex.
„Äh, nee, gib mir mal die Stadtkarte.“, sagte Michael.
„Nee, komm ich mach das schon.“, Alex kramte im Handschuhfach nach der Karte, „Hier, ich hab sie. Also du musst hier jetzt rechts und danach links. Dann die Lindenstraße runter bis zu dem Gymnasium.“, sagte Alex.
„Ok, danke.“, sagte Michael und lächelte Alex an.
„Nichts zu danken.“, sagte Alex.
5 Minuten später kamen sie auf dem Lehrerparkplatz des Gymnasiums an.
Sie stiegen beide aus und gingen auf den Schulhof der voller Schüler war, da die zweite große Pause so eben begonnen hatte.
„Wo geht’s denn hier rein?“, fragte Michael Alex.
„Was fragst du mich das? Moment.“, sagte Alex und ging zu einer Schülerin mit kurzen braunen Haaren die gerade mit ihren zwei Freundinnen auf dem Schulhof stand.
„Verzeihung.“, sagte Alex, „ Mein Name ist Alexandra Rietz ich bin von der Kripo. Kannst du mir sagen wie ich zum Schulleiter komme?“
„Natürlich.“, sagte die Schülerin, „Kommen Sie, ich bringe Sie zu ihm.“
„Danke.“, sagte Alex und folgte ihr mit Michael.
„Nichts zu danken. Ach ja, ich heiße Melina.“, sagte Melina.
Melina ging in die Eingangshalle und öffnete eine Tür mit der Aufschrift „Sekretariat“.
„Guten Tag, ist der Schulleiter gerade zu sprechen? Diese Herrschaften sind von der Kripo.“, sagte Melina.
„Moment.“, sagte Frau Balke.
Sie ging zu einer Tür neben ihrem Schreibtisch und klopfte an.
„Ja.“, sagte eine Stimme aus dem Büro.
„Hier ist die Kripo. Haben Sie mal kurz Zeit?“, fragte Frau Balke den Schulleiter.
„Ja, Moment ich bin sofort da.“, sagte Der Schulleiter.
„Wir haben noch eine Frage an dich Melina.“, sagte Alex zu Melina.
„Welche denn?“, fragte Melina mit einem Lächeln auf ihrem Gesicht.
„Kennst du Dirk Timmers? Er soll hier als Mathe- und Physiklehrer arbeiten.“, sagte Alex.
„Ja klar. Herr Timmers ist mein Mathelehrer. Nach der Pause haben wir Mathe bei ihm.“, antwortete Melina.
„Gut, können wir dich dann zu deinem Klassenzimmer begleiten?“, fragte Alex.
„Na klar. Aber, was ist eigentlich passiert, wenn ich fragen darf?““, fragte Melina neugierig.
„Also, einer eurer Mathe- und Physiklehrer ist heute Morgen verstorben.“, sagte Alex zögernd.
„Oh schande. Aber wer?“, fragte Melina. Sie war geschockt.
„Gerhart Reier.“, antwortete Alex.
„Oh, ist er denn mit einem natürlichen Tod gestorben oder wurde er ermordet?“, fragte Melina die sich anscheinend mit so etwas gut auskannte.
„Er wurde ermordet.“, antwortete Alex ihr.
In diesem Moment stupste Michael Alex ziemlich unsanft an.
„Autsch, was ist?“, fragte Alex etwas eingeschnappt.
„Wieso erzählst du der Schülerin alles? Spinnst du?“, fragte Michael sauer.
„Keine Panik sie wird schon nichts ausplaudern.“, sagte Alex im Flüsterton.
Michael wollte gerade darauf antworten doch der Schulleiter kam nun endlich aus seinem Büro.
„Frau Balke lassen Sie uns mal bitte alleine und nehmen Sie die Schülerin bitte mit.“, sagte der Schulleiter und wandte sich nach diesen Worten den zwei Kommissaren zu.
„Was gibt es denn?“, fragte der Schulleiter freundlich.
„Es gibt einen Todesfall unter ihren Lehrern.“, sagte Alex vorsichtig.
„Oh Gott, wer ist es denn?“, fragte der Schulleiter und hielt sich geschockt die Hände vor den Mund.
Alex wollte gerade den nächsten Satz anfangen, doch Michael kam ihr zuvor.
„Gerhart Reier.“, sagte Michael.
„Oh nein.“, sagte der Schulleiter, „Handelt es sich da auch um keine Verwechslung?“
„Nein, das Ergebnis ist eindeutig.“, sagte Alex.
„Wir haben von der Frau des Toten erfahren das ihr Mann sich angeblich mit seinem Kollegen namens Dirk Timmers zwei Tage bevor er ermordet worden ist gestritten hatte. Haben Sie irgendetwas davon mitbekommen?“, fragte Michael.
„Ja, dieser Streit war hier in der Schule.“, antwortete der Schulleiter.
„Worum ging es in dem Streit?“, fragte Michael ernst.
„Es ging um eine menge Geld die Dirk Timmers Gerhart Reier schuldete. Doch Dirk konnte das Geld nicht zurückzahlen. Ich muss dazu noch sagen das die Beiden sehr gut befreundet waren.“, antwortete der Schulleiter.
„Ok. Danke, das war es erstmal wenn wir oder Sie noch irgendetwas haben ruf ich Sie oder Sie mich an.“, sagte Michael und ging Richtung Tür.
„Ok. Tschüss.“, sagte der Schulleiter freundlich.
„Ciao.“, sagte Alex und verließ mit Michael das Sekretariat.
Als die Zwei den Schulhof betraten war kein Schüler mehr dort da die Pausenglocke vor 2 Minuten erklungen war.
„Musstest du dieser Schülerin alles erzählen?“, fragte Michael wütend.
„Ja, ich denke sie kann uns helfen. Und außerdem warum musstest du deinen Ellebogen so heftig in meine Rippen bohren?“, fragte Alex entsetzt.
„Ach komm Alex. Was für ein Weichei bist du eigentlich? Das war ja wohl nicht feste. Und wie soll uns diese Melina eigentlich helfen?“, fragte Michael der immer noch ziemlich sauer auf Alex war.
„Warum machst du überhaupt so einen Aufstand? Das war total peinlich!“, sagte Alex und schaute Michael böse an.
Dies hätte sie besser nicht gesagt, denn Michael war es nun zu viel. Er verpasste Alex eine saftige Ohrfeige. Sie viel zu Boden und schrie vor Schmerz auf.
„Warum hast du das getan?“, fragte Alex mit zittriger Stimme.
Ihr flossen nun Tränen über ihr schmerzverzerrtes Gesicht.
„Das bist du selbst Schuld!“, schrie Michael gleichgültig.
„Aber du musstest mich doch nicht gleich schlagen!“, schrie Alex.
„Alex, jammer jetzt nicht die ganze Zeit rum und komm! Mir reicht’ s langsam mit dir! Oder bleib meinet wegen hier liegen!“, schrie Michael zurück und ging zum Auto.
„Nein, bleib bitte hier!“, sagte Alex.
Doch Michael ging einfach weiter.
Alex richtete sich auf. Ihre Wange war von dem Schlag ziemlich rot.
Sie stand nun auf, rannte zu Michael und packte seinen Arm.
„Michael, bitte, warum tust du mir das an? Was hab ich dir denn getan?“, fragte Alex.
Michael riss sich sofort los.
„Lass mich los uns steig ein.“, sagte Michael und öffnete die Fahrertür.
Alex stieg ziemlich traurig in das Auto ein.
Wärend der ganzen Fahrt wechselten die Beiden kein Wort. Alex schaute nur aus dem Fenster.
Michael fuhr nun auf den Parkplatz des Kommissariats und stieg aus. Alex stieg ebenfalls ohne Worte aus.
Als sie Beide ziemlich geknickt ins Büro kamen saß Gerrit mit ein paar Kollegen zusammen und quatschten über Fußball.
„Was ist denn mit euch los?“, fragte Gerrit und schaute die Beiden unglaubwürdig an.
„Was soll los sein?“, fragte Michael gelassen und ging zu einem Schreibtisch.
Gerrit schaute Alex an. Sie schwieg und ging ebenfalls auf einen Arbeitsplatz zu.
„Leute, geht mal bitte raus.“, sagte Gerrit zu den Kollegen mit denen er eben noch gesprochen hatte.
Sie verließen sofort den Raum.
„Was ist passiert?“, fragte Gerrit der Alex rote Wange entdeckt hatte.
Alex sagte darauf nichts und schaute traurig auf eine Akte die auf dem Schreibtisch lag.
„Habt ihr Streit?“, fragte Gerrit der sich langsam sorgen machte.
Alex nickte nur.
„Ihr geht mir so auf den Nerv!!!“, schrie Michael, ging nach draußen und knallte die Tür hinter sich zu.
Gerrit stand sofort von dem Sofa im Büro auf und ging zu Alex die ihr Gesicht in den Händen vergraben hatte.
„Hat er dich geschlagen?“, fragte Gerrit vorsichtig.
Alex nickte.
„Oh Gott! Aber warum?“, fragte Gerrit und nahm Alex in den Arm.
Alex begann nun endlich zu sprechen: „Wir hatten Streit. Alles fing damit an als ich einer Schülerin namens Melina von dem Mord berichtet habe. Michael hat mich direkt so angemeckert. Doch als wir später das Gymnasium verließen fing der Streit erst richtig an. Bis er mich dann geschlagen hat.“
Gerrit stand sofort auf und ging wütend aus dem Raum.
Er machte sich auf den Weg um Michael zu suchen. Es war nicht sehr schwer ihn zu finden da er in dem Zimmer direkt neben dem Büro saß und einen Kaffee trank.
Gerrit ging wütend in das Zimmer zu Michael und knallte die Tür hinter sich zu.
„Hast du nen Knall?“, schrie Gerrit empört.
„Halt die Klappe und verschwinde.“, sagte Michael.
„Nein sicherlich nicht!“, schrie Gerrit.
„Wenn du nicht gehen willst, dann geh ich eben!“, schrie Michael und ging aus dem Raum.
Gerrit schaute ihm hinterher.
Er entschloss sich wieder zu Alex ins Büro zu gehen. Zu seiner großen Überraschung war Michael auch dort und tippte einen Bericht.
„Alex, kommst du mit in die Kantine?“, fragte Gerrit die traurige Alex.
Alex nickte, stand auf und folgte ihm.
Michael blieb nun allein zurück.
Das kümmerte ihn jedoch nicht. Ganz im Gegenteil, jetzt konnte er auch mal seine Gefühle raus lassen indem er voller Wut eine Akte gegen die Wand schmiss.
„Warum habe ich das nur getan?“, fragte Michael sich selbst.
In diesem Moment klopfte es an der Tür.
„Hallo Michael.“, der Kollege und Freud der Drei stand nun mit einem breiten Lächeln im Büro.
„Hallo, was ist denn?“, fragte Michael etwas mitgenommen.
„Ich wollte dir und eigentlich auch Gerrit und Alex dafür danken dass ihr mir diesen Fall abgenommen habt!“, sagte der Kollege.
„Nichts zu danken, aber kannst du mich bitte alleine lassen.“, sagte Michael.
„Natürlich.“, sagte der Kollege und verließ wieder das Büro.
Michael dachte noch mal über alles nach.
10 Minuten später klopfte es nochmals an der Tür.
„Ja!“, sagte Michael.
Die Tür öffnete sich nun und herein kam Melina.
„Guten Tag.“, sagte Melina freundlich.
„Hallo. Was ist?“, sagte Michael etwas durcheinander vom vielen nachdenken.
„Ich hoffe ich störe nicht.“, sagte Melina und setzte sich auf einen Stuhl.
„Eigentlich schon, aber erzähl trotzdem.“, sagte Michael.
„Ok. Also, ich habe etwas sehr wichtiges mitbekommen.“, sagte Melina.
„Und das wäre?“, fragte Michael erwartungsvoll.
„Ich habe mitbekommen wie Herr Timmers von einem Mann erpresst wurde.“, sagte Melina.
„Um was ging es denn?“, fragte Michael.
„Ich habe gehört wie der Fremde zu Herr Timmers gesagt hat das er alles weiß und das er Geld haben möchte. Doch Herr Timmers hat alles abgestritten.“, antwortete Melina.
„Interessant!“, sagte Michael.
„Ich habe noch eine Idee wie Sie mehr heraus finden könnten.“, sagte Melina aufgeregt.
„Danke, aber das reicht jetzt du hast uns wirklich sehr geholfen. Tschüss.“, sagte Michael um sie abzuwimmeln.
„Ok, ich geh ja schon. Ich lass Ihnen aber mal meine Adresse da.“, sagte Melina, zückte einen Zettel aus ihrer Tasche und gab ihn Michael.
„Danke, tschüss.“, sagte Michael.
Sie verließ nun wieder den Raum.
Michael legte den Zettel in eine Schublade und entschloss sich auch in die Kantine zu gehen um etwas zu essen.
Er traf dort Gerrit und Alex an die gerade einen Kaffee tranken.
Als Michael die Kantine betrat stand Gerrit auf und überredete Michael mal kurz mit ihm zu kommen.
Gerrit ging mit Michael in einen lehrstehenden Raum.
„Ich habe gerade mit Alex gesprochen, ihr tut alles was sie gesagt hat leid und sie möchte sich mit dir wieder vertragen. Alex hat gesagt das sie dich immer noch total lieb hat.“, sagte Gerrit zu Michael.
„Es tut mir ja auch leid aber ich hatte so hass auf sie wie noch nie. Ich hab sie doch auch total lieb!“, sagte Michael.
Plötzlich ging die Tür auf und Alex kam rein gestürmt.
Sie hatte das ganze Gespräch belauscht.
„Tut mir leid Michael.“, sagte Alex und umarmte Michael freundschaftlich.
„Tut mir doch auch leid! Ich hätte dich wirklich nicht schlagen dürfen!“, sagte Michael, nahm Alex in den Arm und drückte sie an sich.
Gerrit war stolz auf sich, denn schließlich war er es der diesen Streit gelöst hatte.
„Ich denke wir sollten uns jetzt mal wieder unserem Fall widmen.“, sagte Gerrit.
„Du hast Recht.“, sagte Alex.
Alle Drei gingen gut gelaunt ins Büro um weiter zu ermitteln.
„Eben war auch diese Melina hier.“, warf Michael in die Runde.
„Was wollte sie denn?“, fragte Alex.
„Der Timmers wird von einem Fremden erpress, aber Timmers leugnete die Tat vor dem Erpresser.“, sagte Michael, „Sie sagte das sie wüsste wie wir noch mehr heraus bekommen könnten.“
„Echt? Wie denn?“, fragte Alex interessiert.
„Das weiß ich nicht da ich mit meinen Nerven völlig am Ende war und sie weggeschickt habe. Aber sie hat mir ihre Adresse dagelassen.“, antwortete Michael.
„Ich würde mal vorschlagen das wir ihr mal direkt einen Besuch abstatten.“, sagte Gerrit.
Beide willigten ein.
Alle Drei stiegen in Michaels Auto ein.
7 Minuten später trafen sie vor einem Haus ein.
Alle stiegen aus und einer klingelte.
Melina öffnete die Tür.
„Hallo.“, sagte Melina und lächelte.
„Hallo, dürfen wir rein kommen?“, fragte Alex.
„Natürlich, kommen Sie.“, antwortete Melina und ging hinein.
„Das ist meine Freundin Jana.“, sagte Melina und zeigte auf ein Mädchen, „Und Jana, das sind Frau Rietz, Herr Naseband und….“
„Grass ist mein Name.“, sagte Gerrit.
„Gut, sind Sie hier wegen meinem Plan?“, fragte Melina.
„Ja, das sind wir. Bist du allein?“, fragte Michael.
Melina nickte.
„Also, mein Plan war das Sie Jemanden am besten Sie“, sagte Melina und zeigte auf Gerrit, „als Lehrer undercover im Gymnasium unterrichten. Ich habe mir überlegt das wir den Schulleiter und Herr Denz, das ist mein Physiklehrer, in den Plan einweihen und Herr Grass dann als Vertretung für meinen Physiklehrer unterrichten lassen. Dadurch kommt er an Herr Timmers dran und Sie finden wahrscheinlich mehr heraus.“
„Das ist eine gute Idee. Das machen wir.“, bestimmte Alex.
„Ich habe Morgen von 9. 45 Uhr- 11. 20 Uhr Physik. Ich würde vorschlagen dass Sie dann in der Pause um ca. 9. 30 Uhr auf den Schulhof kommen. Nur Sie Herr Grass sollten besser nicht mitkommen da man sonst verdacht schöpft.“, sagte Melina.
„Ok, das machen wir so.“, sagte Gerrit.
Die Drei Kommissare verabschiedeten sich von den Beiden und fuhren zurück ins Kommissariat.
„Ich würde mal sagen wir machen jetzt schluss für heute. Heute war ein sehr anstrengender Tag.“, sagte Michael und sah Alex die etwas müde war an.
„Aber es ist doch erst 18.00 Uhr und ich habe noch Nachtschicht.“, sagte Alex.
„Ich frag jemand anders ob er deine Nachtschicht übernimmt.“, sagte Michael.
„Danke.“, sagte Alex und lächelte Michael an.
„Nichts zu Danken.“, sagte Michael und klopfte Alex freundschaftlich auf die Schulter, „Ich fahr dich jetzt zu deinem Miethaus, dann isst du etwas und legst dich danach ins Bett und ruhst dich aus. Ok?“
„Ja, danke noch mal.“, antwortete Alex.
„Das mach ich doch gern.“, sagte Michael.
Nachdem Michael mit einem Kollegen Alex Nachtschicht abgesprochen hatte gingen Beide mal wieder zu Michaels Auto. Er fuhr sie wie abmacht nach Hause.
„Danke für’ s Fahren. Schlaf gut!“, sagte Alex und küsste Michael sanft auf seine Wange.
„Schlaf du auch gut, und träum was Schönes!“, sagte Michael.
Alex stieg nun aus, bedankte sich vorher noch mal bei Michael und warf ihm draußen noch einen Luftkuss zu.
Sie ging zu der Haustür des Miethauses und schloss sie auf. Michael grinste Alex hinterher und als sie im Haus verschwand machte er sich auch auf den Weg ins Hotel wo er übernachtete.
Alex nahm sich nur noch einen Joghurt aus dem Kühlschrank und setzte sich auf die Couch.
Kurz danach ging sie doch zu Bett wegen ihrer Müdigkeit. Sie schlief schnell ein.
Um ca. 1.00 Uhr nachts wachte sie jedoch auf. Sie hatte etwas gehört. Es kam von dem Wohnzimmer. Alex stand auf und ging vorsichtig nach unten. Sie bemerkte schnell dass dieses Geräusch ein Einbrecher verursacht hatte.
„Seltsam!“, dachte sich Alex.
Sie schaute sich nach ihrer Waffe um. Sie lag auf dem Wohnzimmertisch. Plötzlich knarrte der Boden auf dem Alex stand. Der Einbrecher bemerkte sofort dass Jemand hinter der Tür im Flur stand. Er zog ein Taschenmesser aus seiner Hosentasche und schlich in den Flur zu Alex. Er machte das Licht an und sah sie. Der Einbrecher war maskiert, stellte Alex fest.
Die Kommissarin bekam Angst als sie sah dass der Einbrecher ein Messer in der Hand hatte. Er ging auf sie zu. Alex konnte nun nicht mehr weiter zurückgehen da sie an eine Wand stieß.
Der Einbrecher stach zu. Alex versuchte noch auszuweichen doch der Maskierte traf sie am linken Arm.
Er packte sein blutverschmiertes Messer ein, schnappte sich noch ein paar von Alex Wertsachen und ihre Waffe und verschwand.
Gott sei Dank wurde Alex mit dem Messer nur gestreift. Dennoch blutete es sehr.
Alex versuchte sich aufzusetzen, ihr Arm schmerzte. Sie stand auf und ging langsam ins Badezimmer. Alex hielt ein Handtuch unter kaltes Wasser und band es sich um den verletzten Arm.
Eine halbe Stunde später verband sie sich den Arm und zog ein altes etwas größeres Hemd über ihre Unterwäsche an. Sie legte sich hin und versuchte wieder einzuschlafen. Wenig später gelang es ihr trotz den Schmerzen. Sie hatte einen Traum, einen Albtraum. Alex wälzte sich hin und her. Sie träumte von dem Einbruch, Alex erkannte Michael, er war der Einbrecher. Michael wollte sie gerade Niederstrechen als Alex aufwachte. Sie hatte Schweißperlen auf ihrem Gesicht. Jetzt, nach diesem Traum konnte sie wirklich nicht mehr einschlafen. Da Alex alleine war und Angst bekommen hatte sah sie keinen anderen Ausweg als Michael anzurufen. Sie nahm daher ihr Handy das auf ihrem Nachttisch lag und wählte Michaels Nummer.
„Naseband.“, sagte Michael verschlafen.
„Hallo Michael, ich bin’ s Alex. Tut mir leid das ich dich geweckt habe.“, sagte Alex mit einer ängstlichen Stimme da irgendetwas in dem Haus knarrte.
„Hi Alex, was ist denn los?“, fragte Michael. Seine Stimme klang auf einmal wacher.
„Bei mir wurde eingebrochen und ich kann nicht schlafen.“, antwortete Alex.
„Oh, Alex ich komme sofort bleib schön im Bett, ich habe ja einen Zweitschlüssel von dem Haus.“, sagte Michael und legte auf.
Alex legte ihr Handy bei Seite und legte sich wieder hin.
10 Minuten später hörte Alex Jemanden an der Haustür. Kurze Zeit später klopfte Jemand an Alex Schlafzimmertür.
„Ja.“, sagte Alex leise aber hörbar.
Michael kam langsam in den Raum.
„Du musstest aber nicht unbedingt kommen.“, sagte Alex.
„Doch musste dich. Geht’s dir gut?“, fragte Michael und ging auf Alex zu.
„Ja, mir geht es so einigermaßen gut.“, antwortete Alex.
„Weißt du so ungefähr was er dir gestohlen hat?“, fragte Michael und setzte sich auf Alex Bett.
„Nein, ich habe noch nicht nachgeschaut.“, antwortete Alex.
Sie hatte sich entschlossen nicht zu weinen wenn Michael da war, jedoch konnte sie die Tränen nicht mehr zurückhalten.
Es liefen Tränen über ihre Wangen. Sie wischte sie schnell weg doch Michael hatte die Tränen schon längst bemerkt.
„Hey, Alex. Du brauchst doch nicht weinen. Ich weiß das dass schlimm ist.“, sagte Michael fürsorglich. Doch jetzt kullerten Alex noch mehr Tränen über ihr Gesicht.
„Ach komm her.“, sagte Michael, rückte zu Alex und nahm sie in den Arm.
Alex schrie leise auf da Michael ihren verletzten Arm etwas eingequetscht hatte.
Michael ließ sie sofort los.
„Was ist los?“, fragte Michael sofort.
„Mein Arm!“, schrie Alex.
Michael zog Alex Hemdärmel des linken Arms hoch. Das Blut war durch den Verband gesickert.
„Was ist passiert?“, fragte Michael ernst.
„Der Einbrecher hat mich niedergestochen.“, seufzte Alex.
„Soll ich dich ins Krankenhaus bringen?“, fragte Michael fürsorglich.
„Nein, es geht schon.“, antwortete Alex kuschelte sich an Michael.
Michael legte seinen Arm um Alex.
Beide schliefen kurz danach ein.
Um 8 Uhr am Freitagmorgen klingelte Alex Wecker.
Michael reagierte sofort und machte ihn aus. Alex war Gott sei Dank noch nicht aufgewacht.
Er hielt sie immer noch in seinen Armen.
Michael stand ganz vorsichtig auf, legte ein Kopfkissen unter Alex Kopf und deckte sie bis oben hin zu. Danach machte er sich auf den Weg nach unten.
Er sah jetzt im Hellen eine Blutspur die vom Flur bis ins Bad führte.
Michael ging leise wieder die Treppen hoch zu Alex Schlafzimmer.
Er ging zu Alex und küsste sie noch vorsichtig auf ihre Stirn.
Nun ging er jedoch wieder nach unten, öffnete die Haustür und ging hinaus.
Michael ging zu dem Bäcker um die Ecke und bestellte ein paar Brötchen.
Nachdem er die Brötchen bezahlt und eingepackt hatte machte er sich wieder auf den Weg zu Alex Miethaus.
Er öffnete mit seinem Ersatzschlüssel die Tür und ging in die Küche.
Dort machte er Frühstück für Beide und stellte alles auf ein Tablett.
Er stellte noch eine schöne Blume die er draußen für Alex gepflückt hatte mit einer kleinen Vase auf das Tablett.
Er ging mit dem schön dekoriertem Tablett nach oben zu Alex.
Sie schlief immer noch seelenruhig.
Michael stellte das Tablett auf dem Nachttisch ab und küsste Alex zärtlich auf ihre Nasenspitze.
Sie wachte nun auf.
„Morgen Alex.“, sagte Michael und lächelte sie an.
„Guten Morgen.“, sagte Alex verschlafen und richtete sich auf.
„Ich habe Frühstück gemacht.“, sagte Michael, nahm das Tablett und stellte es auf Alex Schoß.
„Danke. Das hättest du aber wirklich nicht machen brauchen.“, sagte Alex.
„Doch, sonst verhungerst du noch.“, sagte Michael und setzte sich neben Alex aufs Bett.
Sie frühstückten gemeinsam.
„Wie geht es deinem Arm?“, fragte Michael nach einer Weile.
„Der tut immer noch total weh.“, antwortete Alex.
„Och du Arme.“, sagte Michael und nahm sie wieder in den Arm.
Alex schaute nun flüchtig auf ihren Wecker.
„Mist!“, schrie Alex, schob das Tablett zu Michael rüber und sprang aus dem Bed.
Michael schaute ebenfalls auf den Wecker.
Es war inzwischen schon 9. 23 Uhr.
Alex war wärend dessen im Bad verschwunden.
Michael ging nach unten und spülte erstmal ab.
Danach ging Michael wieder nach oben.
Alex stand im Raum und war sich gerade am umziehen.
Als Alex Michael bemerkte schnappte sie sich sofort ihre Bettdecke und wickelte sich in sie ein.
„’Tschuldigung Alex.“, sagte Michael sofort und machte die Tür wieder zu.
„Ist schon okay.“, sagte Alex und zog sich weiter an.
Da es an diesem Tag ziemlich warm war zog sie sich ein schönes, kurzes Kleid an.
6 Minuten später ging sie nach unten.
Michael stand im Flur und wartete auf sie.
Als er Alex sah blieb ihm der Mund offen stehen.
Sie sah wunderbar aus.
„Michael.“, sagte Alex, „Michael!“, schrie sie noch mal etwas lauter da er immer noch nicht reagierte.
„Ja.“, antwortete Michael nun endlich.
„Guck mal auf die Uhr, wir müssen los.“, sagte Alex.
Beide gingen aus dem Haus und setzten sich in Michaels Auto.
Sie fuhren zum Gymnasium.
7 Minuten zu spät trafen sie auf dem Lehrerparkplatz ein.
Melina wartete schon ungeduldig auf dem Schulhof auf die zwei Kommissare.
„Da sind Sie ja endlich.“, sagte Melina.
„Tut uns leid, wir haben uns etwas verspätet.“, sagte Alex.
„Ist ja nicht so schlimm die Pause ist ja noch nicht vorbei. Es wäre angebracht wenn Sie die ganze Sache jetzt erstmal mit dem Schulleiter abklären würden.“, sagte Melina.
„Ok, das machen wir sofort.“, sagte Alex und ging mit Michael in das Gebäude rein.
Sie besprachen alles mit dem Direktor. Er war einverstanden.
Es hatte gerade geklingelt als Alex und Michael das Büro des Schulleiters verließen.
Melina kam ihnen entgegen, da sie auf dem Weg zum Physikraum war.
Die zwei Kommissare folgten ihr um alles noch mit dem Physiklehrer abzuklären.
Wenig später kam auch schon der Lehrer namens Herr Denz aus dem gegenüber liegendem Lehrerzimmer heraus und kam auf die Klasse zu.
„Verzeihung Herr Denz.“, sagte Alex, „Wir sind von der Kripo. Wie Sie wahrscheinlich schon mitbekommen haben ist Ihr Kollege Gerhart Reier ermordet worden.“
„Ja, das habe ich schon mitbekommen.“, sagte Herr Denz.
„Wir haben eine Idee wie wir den Täter vielleicht auswendig machen können.“, sagte Michael.
„Aha, und wie?“, fragte Herr Denz.
„Sie müssen für ein paar Wochen ausfallen. Wir schicken dann als Vertretung für sie einen Kollegen hier hin, und der soll dann verdeckt ermitteln.“, Antwortete Michael.
„Ok, brauchen Sie mich noch? Ich muss mich um meine Schüler kümmern.“, sagte Herr Denz.
„Nein, vielen Dank. Tschüss.“, sagte Alex.
Die Zwei verließen nun das Gebäude.
„Kam dir dieser Denz auch Schwul vor?“, fragte Michael verdutzt.
„Naja, eigentlich schon.“, antwortete Alex.
Beide lachten.
„Wie geht es eigentlich deinem Arm?“, fragte Michael und schaute Alex an.
„Nicht so gut, mein Arm tut immer noch ziemlich weh.“, antwortete Alex.
„Ich bring dich besser doch zum Arzt.“, sagte Michael.
„Nein, ist schon okay.“, sagte Alex.
Beide kamen wieder an ihrem Auto an.
Sie stiegen ein und fuhren ins Kommissariat.
Da die Kommissare bis zum nächsten Montag warten mussten, weil Gerrit erst dann „unterrichten“ konnte, erledigten sie das ganze Wochenende über nur Büroarbeit.
Am Sonntagnachmittag saßen Alex und Michael seelenruhig in ihrem Büro und arbeiteten.
Plötzlich wurde Alex schwarz vor Augen.
„Alex, stimmt etwas nicht?“, fragte Michael als er Alex Verhalten bemerkte und stand sofort von seinem Platz auf.
„Mir ist total schwindelig.“, antwortete Alex.
Sie kippte um und fiel von ihrem Schreibtischstuhl.
„Alex!“, schrie Michael und ging zu Alex die auf dem Boden lag.
Er wählte die Nummer des Krankenwagens.
Michael viel nun Alex verletzter Arm ein.
Er zog Alex linken Ärmel hoch.
Michael war geschockt, denn ein roter Strich war auf ihrem Arm zu sehen.
„Oh nein. Alex hat eine Blutvergiftung.“, flüsterte er.
Der Krankenwagen traf 15 Minuten später vor dem Kommissariat ein.
Michael stand mit Alex im Arm schon vor dem Kommissariat.
Die Rettungskräfte legten Alex auf eine Trage und fuhren mit ihr ins Krankenhaus.
Michael blieb dort.
Er machte sich Vorwürfe, da er Alex am besten direkt in dieser Nacht wo bei ihr eingebrochen wurde, ins Krankenhaus gebracht hätte.
Um sich abzulenken arbeitete er weiter.
Bis sein Telefon klingelte.
„Naseband, Kommissariat Frechen.“, sagte Michael in den Hörer.
„Hallo Michael.“, sagte Gerrit.
„Hallo Gerrit, was gibt’s? Hast du schon etwas über Physik gelernt?“, fragte Michael da sich Gerrit schon das ganze Wochenende über bei Herr Denz befand um etwas über das Fach das er „unterrichten“ muss zu lernen.
„Ja, ich denke ich kriege das hin. Gibst du mir mal Alex?“, fragte Gerrit.
„Das geht jetzt ziemlich schlecht.“, antwortete Michael.
„Warum denn? Ist sie unterwegs?“, fragte Gerrit.
„Nein, sie liegt im Krankenhaus.“, antwortete Michael zögernd.
Gerrit hielt inne.
„Was? Aber warum?“, fragte Gerrit ganz perplex.
Michael erzählte Gerrit alles. Von Alex Anruf mitten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, bis zu dem Krankenwagen der Alex so eben abgeholt hatte.
„Oh schande.“, waren nur Gerrits Worte.
„Ja, arme Alex.“, sagte Michael mitleidig und senkte den Kopf.
„Soll ich kommen?“, fragte Gerrit.
„Nein, ist schon ok. Ich fahr gleich mal ins Krankenhaus und du kümmerst dich weiter um deine Physikkenntnisse.“, antwortete Michael.
„Ok, tschüss.“, sagte Gerrit und legte auf.
Kurze Zeit später setzte sich Michael auch schon in sein Auto und machte sich auf den Weg ins Krankenhaus.
Im Krankenhaus angekommen fragte er eine Krankenschwester nach seiner Kollegin.
Sie lag im 8 Stock.
Michael fuhr mit dem Aufzug nach Oben.
Er klopfte an Alex Tür.
Keiner sagte etwas.
„Verzeihung.“, sagte ein Arzt der auf Michael zuging.
„Ja.“, sagte Michael.
„Wer sind Sie?“, fragte der Arzt.
„Ich bin Michael Naseband, der Kollege von Alexandra Rietz.“, antwortete Michael.
„Ok, dann können Sie ruhig in ihr Zimmer.“, sagte der Arzt.
„Wie geht es ihr denn?“, fragte Michael der sich ziemliche Sorgen machte.
„Sie ist nicht bei Bewusstsein und hat eine Blutvergiftung.“, antwortete der Arzt.
Michael drehte sich wieder zu dem Raum mit der Aufschrift „815“ und öffnete vorsichtig die Türe.
Alex war an mehrere Kabel angeschlossen.
Michael ging auf sie zu und setzte sich neben ihr Bett auf einen Stuhl.
2 Stunden später bewegte Alex sich.
„Alex.“, flüsterte Michael so dass Alex es hören konnte.
Alex schlug langsam ihre Augen auf.
„Wie geht es dir Mäuschen?“, fragte Michael.
„Nicht sehr gut.“, flüsterte Alex und schloss wieder ihre Augen, „Ich bin froh dass du da bist!“
„Das ist doch klar!“, sagte Michael und lächelte.
Er blieb noch bis 19.00 Uhr bei ihr, da ihn eine Krankenschwester raus scheuchte mit den Worten: „Frau Rietz braucht ihre Ruhe.“.
Michael fuhr nicht mehr ins Kommissariat sondern direkt ins Hotel.
Kurz nach seiner Ankunft erhielt er noch einen Anruf von Gerrit.
„Wie geht es Alex?“, fragte Gerrit.
„Nicht sehr gut. Ich wäre am liebsten noch länger bei ihr geblieben, doch die Krankenschwester hat mich raus gescheucht.“, antwortete Michael.
„Oh, arme Alex. Ich hoffe sie kommt schnell wieder auf die Beine. Hat sie denn jetzt wirklich eine Blutvergiftung?“, fragte Gerrit.
„Ja.“, antwortete Michael, „Bist du jetzt fertig?“
„Ja, ich bin gerade aus dem Haus von diesem Denz raus. Kann es sein das der schwul ist?“, fragte Gerrit.
Michael lachte. „Ja, kann schon sein.“, antwortete er.
Sie quatschten noch etwas über das Gymnasium, über Herr Denz und auch etwas über Alex.
Um ca. 21.00 Uhr legten nun endlich beide auf.
Gerrit schlief recht schnell ein. Doch Michael konnte zu nächst nicht einschlafen.
Er musste immer an die arme Alex denken die sich jetzt im Krankenhaus herum quälte.
Am nächsten Morgen wachte Michael auf.
Es war 7.00 Uhr.
Er dachte direkt wieder an Alex.
Michael war ziemlich müde und wollte lieber noch weiter schlafen.
Jedoch wollte er auch zu Alex.
Da der Gedanke an Alex stärker war stand er auf, machte sich fertig und fuhr ins Krankenhaus.
Michael ging zu Alex Zimmer und klopfte an.
„Ja.“, hörte er Alex schwächlich sagen.
Michael öffnete die Tür.
Alex sah schlimm aus, sie war ganz blass und zitterte.
„Guten Morgen Alex. Ich hoffe, ich störe dich so früh nicht.“, sagte Michael und setzte sich auf den gleichen Stuhl auf dem er Gestern auch gesessen hatte.
„Du störst nicht. Ich bin doch froh wenn jemand bei mir ist.“, sagte Alex mit leiser Stimme.
„Wie geht es dir denn?“, fragte Michael sorgend.
„Gar nicht gut. Ich habe fast die ganze Nacht kein Auge zu gemacht.“ antwortete Alex.
„Ach du Arme.“, sagte Michael und streichelte über ihre Wange.
„Ermittelt Gerrit schon?“, fragte Alex mit schwächlicher Stimme.
Michael schaute auf die Uhr. Es war 7.40 Uhr.
„Er müsste schon im Gymnasium sein. In 10 Minuten fängt der Unterricht an.“, antwortete Michael.
„Ok, hoffentlich bekommt Gerrit mehr raus!“, sagte Alex.
Alex schrie auf einmal leise auf.
„Mein Arm tut so weh!“, schrie sie.
„Oh Alex, du Arme. Bleib ganz ruhig. Der Schmerz geht gleich sicherlich wieder weg.“, sagte Michael.
„Mir geht es so mies.“, sagte Alex.
Sie weinte.
Michael nahm sie in seine Arme.
Sie tat ihm total leid.
„Warum musste Alex nur so leiden?“, dachte Michael sich.
Der Schmerz hielt noch etwas länger an als Michael dachte.
Gerrits erste Unterrichtsstunde war nun schon längst begonnen.
Er hatte Pech direkt auf eine nervige 5. Klasse zu treffen.
Um 13.20 Uhr klopfte Jemand an Alex Krankenzimmertür.
„Ja.“, sagte Michael.
Die Tür öffnete sich und Gerrit kam herein.
„Hallo ihr Zwei.“, sagte Gerrit und schloss die Tür hinter sich.
„Hallo Gerrit.“, sagte Michael, „Und, wie war dein erster Tag als Lehrer?“
„Naja, es hielt sich in Grenzen.“, antwortete Gerrit und ging auf Alex Bett zu.
Sie schlief und Michael hielt schon die ganze Zeit ihre Hand.
„Wie geht es ihr?“, fragte Gerrit der sich auch um Alex sorgte.
„Nicht sehr gut.“, antwortete Michael und schaute traurig zu Alex.
„Die Arme.“, sagte Gerrit.
„Ja, sie muss total leiden. Ich bin froh dass sie jetzt schläft und keinen Schmerz verspüren muss.“, sagte Michael traurig, „Hast du schon etwas heraus gefunden?“
„In der Pause habe ich diesen Timmers getroffen und habe mit ihm ein bisschen geredet. Der hat Gestiken, das kannst du dir nicht vorstellen. Auf der einen Seite knallhart und auf der anderen irgendwie etwas nervig.“, sagte Gerrit und grinste.
„Waren die Klassen auch lieb zu dir?“, fragte Michael.
„Naja, geht so. Aber ich frag mich wie die Schüler 4 Mal in der Woche den Timmers aushalten können.“, sagte Gerrit.
„Ich muss jetzt langsam mal los, da ich noch etwas für morgen vorbereiten muss. Tschüss.“, sagte Gerrit um 17.00 Uhr und verließ den Raum.
Alex erwachte um 17.40 Uhr.
„Michael.“, sagte Alex leise.
„Ja, Alex. Wie geht es dir Mäuschen?“, fragte Michael.
„Gar nicht gut.“, antwortete Alex.
Bei Alex Anblick schossen Michael ganz plötzlich Tränen in die Augen.
„Michael. Was ist denn los?“, fragte Alex.
„Es wird alles gut. Dir geht es sicherlich bald besser.“ antwortete Michael.
Er konnte Alex nicht so leiden sehen.
Sie tat ihm so leid.
Michael blieb noch die ganze Nacht bei Alex.
Die Zeit verging.
Michael erhielt um 14.00Uhr einen Anruf von Gerrit der ihn über die derzeitige Lage aufklärte.
Alex wollte in den Fall mit eingebunden werden, deswegen erzählte Michael Alex alles was er von Gerrit erfahren hatte.
Das ging jeden Tag nun so.
Michael kam immer morgens vor der Arbeit und nachmittags um 13.30Uhr. Er erzählte ihr von dem neuen Stand der Ermittlungen und von dem was Gerrit als Lehrer herausgefunden hatte.
Als er eines Nachmittags mit einem Straus Rosen ins Krankenhaus kam und Alex besuchen wollte war ihr Zimmer leer.
Er suchte sofort eine Krankenschwester auf.
„Entschuldigung.“, sagte er zu einer.
„Ja.“, sagte sie.
„Können Sie mir sagen wo meine Kollegin Alexandra Rietz ist? Ihr Zimmer trägt die Nummer „815“.“, fragte Michael.
„Sie liegt auf der Intensivstation.“, sagte die Krankenschwester.
„Was? Aber warum?“, fragte Michael entsetzt.
„Ihr Zustand hat sich ziemlich verschlechtert. Mehr kann ich Ihnen auch nicht sagen, da müssen sie mit dem Arzt sprechen.“, antwortete die Krankenschwester.
„Wo finde ich denn den Arzt?“, fragte Michael.
„Er müsste sich in der Intensivstation befinden. Sie ist im 1. Stock.“, sagte die Krankenschwester.
„Ok, danke.“, sagte Michael und rannte den Gang hinunter zu dem Aufzug.
„Nichts zu danken.“, rief ihm die Krankenschwester noch hinterher.
Er betätigte den Knopf des Aufzuges.
„Wieso macht der denn jetzt nicht weiter?“, fragte sich Michael.
Er zitterte.
Ihm dauerte das zu lange.
Deswegen entschloss er sich die Treppe zu nehmen.
Als er völlig außer Atem unten ankam ging gerade ein Arzt durch den leeren Gang.
„Verzeihung.“, schrie Michael und rannte auf den Arzt zu.
Der Arzt hielt inne.
„Können Sie mir sagen wo ich meine Kollegin Alexandra Rietz finden kann und wie es ihr geht?“, fragte Michael.
„Ja, Ihre Kollegin befindet sich in diesem Raum.“, antwortete der Arzt und zeigte auf einen Raum gegenüber, „Ihr geht es sehr schlecht. Wir wissen nicht ob sie durchkommt.“
Michael kamen die Tränen.
„Kann ich zu ihr?“, fragte Michael.
„Ich denke schon.“, antwortete der Arzt.
Michael ging in das Zimmer auf das der Arzt gezeigt hatte.
Alex war nicht bei Bewusstsein und war überall mit Kabeln versehen.
Bei diesem Anblick liefen ihm wieder Tränen über sein Gesicht.
Er wischte sie weg, jedoch folgten immer mehr.
Michael setzte sich neben Alex Bett und schaute sie traurig an.
Es klopfte an der Tür.
Der Arzt kam herein.
Er sah Michaels Tränen.
„Mögen Sie Ihre Kollegin sehr?“, fragte der Arzt mitleidig.
Michael nickte.
„Was denken Sie denn? Wird sie es schaffen?“, fragte Michael mit noch mehr Tränen im Gesicht.
„Es sieht ziemlich schlecht aus. Wir mussten sie ins künstliche Koma versetzten.“, sagte der Arzt.
Michael sagte darauf nichts mehr.
Der Arzt verabschiedete sich nach einiger Zeit wieder.
Michael dachte nach.
Er dachte an alle schönen Augenblicke die er mit seiner Kollegin Alex erlebt hatte.
Die Zeit verging. Er vergaß alles um sich herum.
Er erwachte aus seiner Trance als sein Handy klingelte.
„Ja.“, ging Michael traurig dran.
„Michael? Was ist denn los?“, fragte eine Stimme am anderen Ende der Leitung.
Es war Gerrit.
„Wo bist du?“, fragte Gerrit.
„Alex liegt im Koma.“, antwortete Michael traurig.
„Oh scheiße.“, sagte Gerrit entsetzt.
„Die Ärzte wissen nicht ob sie es schafft.“, sagte Michael.
„Oh nein.“, sagte Gerrit und ließ fast das Telefon fallen.
Er war sehr geschockt.
„Gerrit?“, fragte Michael als er das Telefon auf dem Schreibtisch aufschlagen hörte.
Gerrit hob das es wieder auf.
„Aber, das kann doch nicht sein. Ihr ging es doch besser.“, argumentierte Gerrit.
„Ja schon. Ich war auch total geschockt als ich es erfahren habe.“, sagte Michael.
Seine Stimme klang sehr traurig.
„Soll ich zu dir ins Krankenhaus kommen?“, fragte Gerrit.
„Nein, ist schon ok. Jemand muss doch im Kommissariat bleiben.“, sagte Michael.
„Ok, melde dich bei mir wenn es Neues von Alex Zustand gibt.“, sagte Gerrit.
„Mach ich, und melde du dich wenn du etwas herausgefunden hast was unseren Fall betrifft. Tschüss.“, sagte Michael.
„Ok. Ciao.“, sagte Gerrit.
Beide legten auf.
Michael blieb den ganzen Tag an Alex Bett.
Ihr Zustand wurde jedoch weder besser noch schlechter.
Michael machte sich große Sorgen um sie.
Er hoffte, nein, er bittete das es Alex bald wieder besser geht.
Um 18. 50 Uhr erhielt er noch einen Anruf.
Es war der Staatsanwalt Krikitadze.
„Herr Naseband, ihr Kollege hat hier ziemlich viel zu tun. Es wäre nett wenn Sie kommen und ihm helfen würden.“, sagte der Staatsanwalt.
„Aber Herr Krikitadze, Alex liegt im Koma.“, sagte Michael.
„Ja genau, aber ihr wird es auch nicht besser gehen wenn Sie doof daneben sitzen.“, sagte der Staatsanwalt.
„Ja, ist gut. Ich komm ja schon.“, sagte Michael und legte wütend auf.
Er küsste Alex noch auf ihre Stirn und ging danach.
Doch er konnte sich wärend der Arbeit nicht konsentrieren.
Michael musste immer an Alex denken.
Als er am nächsten Tag wieder zu Alex kam hielt ihn eine Krankenschwester auf.
„Sie können da nicht rein.“, sagte sie.
„Warum denn nicht?“, fragte Michael.
„Ihr Zustand hat sich wieder verschlechtert.“, sagte die Krankenschwester.
„Oh nein.“, sagte Michael, „Lebt sie denn noch?“
„Das kann ich Ihnen noch nicht sagen. Sie müssen warten bis die Untersuchung vorbei ist.“, antworten sie.
„Wie lange dauert sie denn noch“, fragte Michael.
Die Krankenschwester zuckte mit den Achseln.
Er wartete.
Mit jeder Sekunde wurde er ungeduldiger.
Plötzlich hörte er kein „Piep, piep, piep…“ mehr sondern einen nicht endenden Piepton.
Das war das Zeichen dafür dass Alex nicht mehr lebte.
Michael konnte es nicht fassen.
Er brach in Tränen aus.
Die Zeit mit Alex lief wie ein Film vor seinem geistlichen Auge.
Sie hatte es nicht geschafft.
Michael machte sich wieder Vorwürfe.
„Ich hätte Alex direkt ins Krankenhaus fahren sollen. Es ist alles meine Schuld.“, sagte er sich immer und immer wieder.
Er dachte wieder an die Zeit mit Alex.
Plötzlich kam dieser Piepton wieder.
Alex wurde wieder belebt.
Michael stand von seinem Platz auf und ging zu der Tür hinter der Alex Behandlung stattfand.
Er klopfte an.
Ein Arzt öffnete die Tür und kam heraus.
„Hallo. Können Sie mir sagen wie es meiner Kollegin geht?“, fragte Michael aufgeregt.
„Eben ist sie fast gestorben. Wir konnten sie jedoch wieder beleben. Jetzt geht es ihr wieder einigermaßen gut.“, sagte der Arzt nachdem er seinen Mundschutz abgenommen hatte.
„Geht es ihr jetzt besser als Gestern?“, fragte Michael.
„Ja, eindeutig.“, antwortete der Arzt.
„Gut. Kann es denn passieren, dass es ihr wieder so schlecht geht wie Gestern?“, fragte Michael.
„Kann schon sein.“, antwortete der Arzt, „Ich muss wieder rein.“
„Ok, danke. Tschüss.“, sagte Michael.
Der Arzt verabschiedete sich ebenfalls und ging wieder in den Behandlungsraum.
Michael war sehr erleichtert.
20 Minuten später durfte Michael endlich zu Alex.
„Na du.“, sagte Michael fröhlich als er in Alex Zimmer kam, „Wie geht es dir denn?“
Alex lächelte.
„Mir geht es viel besser. Schön das du da bist.“, sagte Alex und setzte sich auf.
„Du kannst aber ruhig liegen bleiben.“, sagte Michael.
„Nee, ist schon ok.“, sagte Alex.
„Wir vermissen dich alle im Kommissariat.“, sagte Michael, „Und ich vermisste dich ganz besonders.“
„Du bist echt lieb.“, sagte Alex.
„Du doch auch.“, sagte Michael und lächelte, „Ich bin so über glücklich das du überlebt hast. Ich hatte so Angst um dich!“
Alex war so gerührt von Michaels Worten das sie ihn einfach nur ansah und lächelte.
Michael lächelte zurück und streichelte über Alex Hand.
„Ich komm auch bald wieder zur Arbeit.“, sagte Alex, „Dann gehöre ich wieder ganz euch.“
„Zum Glück. Aber komm auch erst wenn es dir wirklich wieder gut geht.“, sagte Michael.
„Ja, ich schau mal.“, sagte Alex.
Michael wollte gerade etwas sagen als sein Handy klingelte.
„Naseband.“, sagte er in den Hörer.
„Herr Naseband. Wie oft soll ich Ihnen eigentlich noch sagen das ihr Kollege mit der ganzen Arbeit nicht zurecht kommt?“, fragte der Staatsanwalt aufgebracht.
„Was ist denn mit den anderen Kollegen?“, fragte Michael genervt
„Die haben einen anderen Fall.“, sagte der Staatsanwalt.
„Ja, ich komm ja schon.“, sagte Michael und legte auf.
„Wer war das?“, fragte Alex.
„Der Krikitadze. Der kotz mich langsam an.“, sagte Michael.
„Musst du schon weg?“, fragte Alex traurig.
„Ja, tut mir leid.“, sagte Michael.
„Ciao.“, sagte Alex und küsste ihn vorsichtig.
„Bye.“, sagte Michael, küsste Alex zurück und ging aus dem Zimmer.
Er fuhr ins Kommissariat zu Gerrit und den anderen Kollegen.
Michael ging genervt ins Büro und knallte die Tür hinter sich zu.
„Michael, was ist denn los?“, fragte Gerrit der eilig einen Bericht abtippte.
„Der Staatsanwalt kotz mich an. Ich wollte noch bei Alex bleiben.“, sagte Michael.
„Wie geht es ihr denn?“, fragte Gerrit.
„Viel besser. Gott sei Dank.“, sagte Michael.
„Gut.“, sagte Gerrit.
„Alex war auch total traurig als ich gehen musste.“, sagte Michael, „Sie ist doch ganz alleine und langweilt sich sicherlich.“
„Hm. Aber ich schaff das hier wirklich nicht alleine. Die Kollegen sind ja auch alle beschäftigt.“, sagte Gerrit gestresst
„Ja, von wegen Urlaub. Hier ist Arbeit ohne Ende, noch mehr als bei uns im K11. Dann wird Alex angegriffen und liegt im Sterben. Moment, wie kommt eigentlich der Staatsanwalt hier hin?“, fragte Michael.
„Ach so, hab ich dir ja noch gar nicht erzählt. Er hatte in Köln eine wichtige Gerichtsverhandlung und ist dann hier hingekommen, da er mir aufgetragen hat noch ein paar Hinweise über den Verdächtigen über den die Gerichtsverhandlung geht herauszufinden. Und da ich nicht alles machen kann hat er dich angerufen.“, antwortete Gerrit.
„Aha.“, sagte Michael, „Was soll ich denn machen?“
„Also, ich kümmere mich um den Fall vom Krikitadze und du tippst bitte weiter die Berichte ab.“, sagte Gerrit und zeigte auf einen hohen Stapel.
„Ok.“, sagte Michael mit einem unglaubwürdigen Lachen in seiner Stimme.
„Viel Spaß.“, sagte Gerrit und lachte.
„Werd ich haben.“, sagte Michael warf Gerrit einen bösen Blick zu.
Gerrit grinste ihn nur an und ging aus dem Büro.
Michael machte sich an die Arbeit.
Am Abend machte er sich noch mal auf den Weg ins Krankenhaus.
Er klopfte an Alex Tür.
Michael bekam keine Antwort, deswegen ging er einfach hinein.
Alex lag in ihrem Bett und schlief.
Michael setzte sich neben sie.
Als er sie auf die Stirn küsste wachte sie auf.
„Michael?“, fragte Alex noch mit halb geschlossenen Augen.
„Ja.“, antwortete er.
„Schön das du da bist.“, sagte sie.
„Ich bin doch immer gern bei dir.“, sagte Michael, „Wie geht es dir?“
„Gut.“, sagte Alex.
Sie richtete sich wieder auf.
„Das freut mich sehr. Wann denkst du kommst du wieder zur Arbeit?“, fragte Michael.
„Der Arzt sagte, wenn es mir morgen so einigermaßen gut geht, kann ich morgen nach Hause.“, antwortete Alex.
„Ok. Du kannst dich ja dann auch noch etwas ausruhen, und dann wenn du meinst du bist wieder richtig fit kommst du ins Kommissariat.“, sagte Michael.
„Ok.“, sagte Alex und legte sich wieder hin.
Sie schloss wieder ihre Augen.
„Möchtest du schlafen? Soll ich dich alleine lassen?“, fragte Michael.
„Nein, bleib hier.“, sagte Alex und packte Michaels Arm.
„Keine Sorge, ich bleib schon bei dir.“, sagte Michael.
Am nächsten Tag war Freitag. An diesem Tag hatte Gerrit 2 Stunden die Klasse 6b.
Um 9.45Uhr machte er sich auf den Weg vom Lehrerzimmer zu dem Physikraum in dem er jetzt die Klasse unterrichtete.
Gerrit bekam schon zu fiel als er einen Jungen sah der die Mädchen anspukte.
Er bemerkte schnell dass dieser Junge Thanut hieß und der „Klassenclown“ war.
Thanut nervte die ganze Zeit indem er in die Klasse rief, die Mädchen und Gerrit ärgerte und die Aufgaben verfehlte.
Gerrit war so voller Zorn dass er so rum schrie wie noch nie in seinem Leben.
Ein Junge namens Justin war auch so eine Nervensäge.
Gerrit konnte nicht mehr.
Er hatte ja schon viel erlebt, aber so etwas war zu viel für ihn.
„Jetzt weiß ich warum ich kein Lehrer geworden bin.“, dachte sich Gerrit voller Zorn als er etwas an die Tafel schrieb.
Die Pausenglocke erklang.
Die erste Stunde war nun endlich vorbei.
„Oh nein.“, dachte sich Gerrit als er an die nächste Stunde die er mit dieser Klasse verbringen musste dachte.
Er nutzte die 5 Minuten Pause um Michael anzurufen.
„Naseband, Kommissariat Frechen.“, sagte Michael.
„Hi Michael. Ich bin’s Gerrit. Hör mal, ich halt das hier nicht mehr aus. Die Klasse die ich gerade unterrichte ist die Hölle.“, sagte Gerrit.
Michael lachte.
„Du bist doch ein erfahrener Lehrer.“, sagte Michael mit einem Lachen seiner Stimme.
„Ja, lach du nur.“, sagte Gerrit und legte auf.
„Was ist denn mit dem los?“, fragte sich Michael.
Er machte sich jedoch keine Gedanken mehr darum und arbeitete weiter.
Die nächste Stunde verlief nicht anders als die Erste.
Gott sei Dank hatte er nach der Stunde frei.
Er fuhr zurück ins Kommissariat.
„Na Gerrit wie war’ s im Gymnasium?“, fragte Alex als Gerrit in das Büro kam.
Sie kicherte.
„Alex? Was machst du denn hier? Und woher weißt du das von heute?“, fragte Gerrit.
„Mir geht es wieder besser und der Arzt meinte ich könnte gehen. Michael hat mir davon erzählt.“, antwortete Alex.
„Aha. Schön das es dir besser geht.“, sagte Gerrit.
„Wie war denn jetzt dein Tag im Gymnasium?“, fragte Alex neugierig.
„Total beschissen. Ich hatte 2 Stunden die Klasse 6b.“, antwortete Gerrit und setzte sich auf die Couch.
„Ist das nicht Klasse in der auch Melina ist?“, fragte Alex Michael der an einem Schreibtisch saß und einen Bericht abtippte.
„Ja, ich glaub schon.“, antwortete Michael.
„Das waren die schlimmsten 2 Stunden meines Lebens.“, sagte Gerrit.
„Ach komm du Weichei. So schlimm war es sicherlich nicht.“, sagte Michael.
„ Ich bin kein Weichei. Da waren so Jungs namens Thanut und Justin, die waren so nervig.“, sagte Gerrit.
„Jetzt tun wir das Thema mal bei Seite.“, sagte Michael, „Hast du etwas über den Timmers herausgefunden?“
„Oh nein. Lass uns bitte nicht mit diesem Typen anfangen.“, sagte Gerrit geschockt.
„Warum denn?“, fragte Alex.
„Du kriegst die Krise wenn du nur 5 Minuten mit dem zusammen bist. Der ist so eine Nervensäge. Ich frag mich wie Schüler den aushalten.“, sagte Gerrit.
„Denkst du denn dass er zu einem Mord fähig ist?“, fragte Michael.
„Ich bin mir da nicht so sicher. Es könnte jedoch auch sein das dass seltsame Verhalten von ihm nur eine Fassade ist.“, sagte Gerrit.
„Kann sein. Du solltest dich auf jeden Fall da noch mal über den Timmers umhören.“, sagte Michael.
„Ok, mach ich dann nächste Woche.“, sagte Gerrit.
„Mach das.“, sagte Michael.
Am Montag, als Gerrit wieder unterrichtete schaute er sich nach Dirk Timmers um.
Er ging an einem leeren Klassenzimmer vorbei.
Gerrit wollte zu erst weiter gehen doch dann sah er Dirk Timmers wie er ein blutverschmiertes Messer aus seiner Tasche nahm.
Er machte einen geschockten Eindruck und schmiss das Messer in den Mülleimer des Klassenzimmers.
Dirk Timmers verschwand aus dem Klassenzimmer ohne Gerrit zu bemerken.
Gerrit stürmte als er weg war in das Klassenzimmer, nahm einen Plastikhandschuh und eine Plastiktüte aus seiner Tasche und nahm das Messer damit auf.
Als er frei hatte fuhr er ins Kommissariat und gab das Messer mit dem Blut Michael.
Der schickte das Messer ins Labor.
Zwei Tage später kam der Bericht des Messers.
Das Blut an der Messerklinge stammte von Alex.
Es wurden zwei Fingerabdrücke an dem Griff festgestellt.
Die von Dirk Timmers und die von einer bisher unbekannten Person.
„Gerrit nimm den Timmers morgen mal fest.“, sagte Michael ihm am Mittwoch.
„Ok mach ich.“, sagte Gerrit.
„Habt ihr schon den Bericht von dem Messer?“, fragte Alex als sie 15 Minuten später in das Büro kam.
„Ja. Hier.“, sagte Michael und schmiss ihr den Bericht zu.
„Meint ihr der Timmers hat mich niedergestochen?“, fragte Alex als sie den Bericht zu Ende gelesen hatte.
„Schon möglich.“, sagte Gerrit.
„Aber woher sollte er denn wissen wo ich hier wohne?“, fragte Alex.
„Er könnte dir ja gefolgt sein.“, sagte Michael.
„Kann schon sein.“, sagte Alex.
„Ich führ den auf jeden Fall morgen mal ab.“, sagte Gerrit und trank an seinem Kaffee.
„Mach das.“, sagte Alex und setzte sich an einen Schreibtisch.
„Wie geht es eigentlich deinem Arm?“, fragte Gerrit.
„Besser.“, antwortete Alex, „Der Verband kommt auch bald ab.“
„Das ist gut.“, sagte Gerrit darauf.
Am nächsten Tag fuhr Gerrit wieder ins Gymnasium.
In der 1. großen Pause ging er ins Lehrerzimmer um Dirk Timmers festzunehmen.
Er bittete ihn kurz heraus damit die anderen Lehrer nicht mitbekamen das Gerrit von der Polizei war.
„Was wollen Sie denn?“, fragte Dirk Timmers.
„Ich bin Gerrit Grass von der Polizei. Ich habe in Ihrer Tasche ein blutverschmiertes Messer gesichert. Es weißt alles darauf hin dass Sie meine Kollegin Alexandra Rietz niedergestochen haben. Deswegen sind Sie jetzt vorläufig festgenommen.“, sagte Gerrit, nahm seine Handschellen aus der Tasche und nahm Dirk Timmers fest.
„Aber, ich habe Ihre Kollegin nicht niedergestochen.“, sagte Dirk Timmers.
„Und wie kommen Sie dann in den Besitzt des Messers? Und wie kommen ihre Fingerabdrücke an den Griff?“, fragte Gerrit wärend er ihn abführte.
„Das Messer hat mir Jemand untergeschoben. Ich habe es ja auch angepackt.“, antwortete Dirk Timmers.
„Das können Sie gleich alles meinen Kollegen erzählen.“, sagte Gerrit.
Er brachte ihn ins Kommissariat zu Alex und Michael.
Danach fuhr wieder zum Gymnasium.
Alex und Michael brachten ihn in den Vernehmungsraum und vernahmen ihn.
„So Herr Timmers. Wie Sie wahrscheinlich schon herausgefunden haben, hat mein Kollege Grass ein blutverschmiertes Messer mit dem meine Kollegin“, Michael zeigte auf Alex die ihm gegenüber saß, „in ihrem Miethaus niedergestochen wurde bei ihnen entdeckt. Was sagen Sie dazu?“, fragte Michael.
„Ich weiß nicht wie das Messer in meine Tasche kommt. Es muss mir Jemand untergeschoben haben.“, antwortete Dirk Timmers.
„Wie kommen denn Ihre Fingerabdrücke an den Griff des Messers?“, fragte Alex.
„Wie ich es schon ihrem Kollegen gesagt habe, habe ich das Messer als ich es gefunden habe natürlich auch angefasst.“, antwortete Dirk Timmers.
„Wenn es stimmt was Sie sagen, dass Ihnen das Messer Jemand untergeschoben hat, wer könnte dahinter stecken?“, fragte Michael.
„Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht ob es wichtig ist, aber ein Lehrer namens Denz ist Gestern in der Schule aufgetaucht obwohl er sich krank gemeldet hatte.“, sagte Dirk Timmers.
„Er ist nicht wirklich krank. Für diesen Lehrer ist nämlich mein Kollege eingesprungen.“, sagte Michael, „Aber das ist trotzdem merkwürdig.“
„Michael kommst du mal bitte mit raus.“, sagte Alex.
Beide standen von ihren Plätzen auf und gingen aus dem Vernehmungsraum.
„Was ist?“, fragte Michael.
„Auf dem Messergriff wurden doch noch andere Fingerabdrücke festgestellt. Vielleicht hat der Denz etwas damit zu tun. Daher sollten wir ihm mal einen Besuch abstatten und seine Fingerabdrücke nehmen.“, sagte Alex.
„Ok das machen wir. Wenn wir Glück haben stimmen die Fingerabdrücke auch mit denen auf der Tatwaffe womit der Tote ermordet wurden ist überein.“, sagte Michael.
„Aber was sollte der Denz für ein Motiv haben den Reier umzubringen?“, fragte Alex.
„Keine Ahnung. Wahrscheinlich hat er dich niedergestochen um dem Timmers das Messer unterzuschieben und damit auch den Verdacht auf den Mord auf ihn zu lenken.“, sagte Michael.
„Ja, kann schon sein.“, sagte Alex.
Beide gingen wieder rein.
„Herr Timmers Sie können jetzt erstmal gehen.“, sagte Michael.
Dirk Timmers verschwand aus dem Kommissariat.
„Hast du die Adresse vom Denz?“, fragte Alex.
„Nein, aber Gerrit müsste sie haben. Moment, ich ruf ihn mal an.“, sagte Michael.
Alex schaute auf die Uhr.
„Ich glaube jetzt müsste auch die 2. große Pause angefangen haben.“, sagte Alex.
Michael wählte Gerrits Nummer.
Gerrit gab Michael die Adresse und die Zwei machten sich dann auf den Weg zu dem Physiklehrer.
Alex klingelte.
Marc Denz öffnete ihnen die Tür.
„Guten Tag. Was führt Sie zu mir?“, fragte er.
„Guten Tag Herr Denz. Wir brauchen nur Fingerabdrücke von Ihnen.“, antwortete Alex.
„Aber warum das denn?“, fragte Marc Denz.
„In Dirk Timmers seiner Tasche wurde ein blutverschmiertes Messer sichergestellt. Es waren fremde Fingerabdrücke auf dem Messergriff. Dirk Timmers möchte mit der ganzen Sache nichts zu tun haben und verdächtigt Sie.“, erklärte Michael kurz.
„Und jetzt wollen Sie meine Fingerabdrücke?“, fragte Marc Denz.
„Ja wollen wir.“, antwortete Michael.
„Aber das ist doch nicht nötig. Dirk spinnt.“, sagte er.
„Wenn Sie nichts gemacht haben, brauchen Sie ja auch nichts zu befürchten und können uns Ihre Fingerabdrücke geben.“, sagte Alex.
„Na ok.“, sagte Marc Denz.
Er gab ihnen seine Fingerabdrücke.
Danach verabschiedeten sich die Zwei wieder und fuhren zurück ins Kommissariat.
Alex schickte zum Abgleich mit den beiden Tatwaffen die Fingerabdrücke ins Labor.
Am nächsten Tag kam Alex mit der Mappe ins Büro gestürmt.
Michael saß an einem Schreibtisch und tippte einen Bericht ab.
Gerrit war im Gymnasium.
„Du kannst Gerrit anrufen, er kann wieder als Kommissar arbeiten. Der Fall ist gelöst.“, sagte Alex.
„Echt?“, fragte Michael.
„Der Bericht der Spurensicherung ist heute gekommen. Die Fingerabdrücke vom Denz stimmen mit denen auf beiden Tatwaffen überein.“, antwortete Alex.
„Na wunderbar. Dann nehmen wir den am besten direkt mal fest.“, sagte Michael und stand auf.
„Das machen wir.“, sagte Alex.
Beide gingen aus dem Büro.
Sie machten sich auf den Weg zu Marc Denz.
„Was wollen Sie denn schon wieder hier?“, fragte Marc Denz als er ihnen die Tür öffnete.
„Wir wollen Sie verhaften wegen Mord an Gerhart Reier, Einbruch und schwerer Körperverletzung an meiner Kollegin.“, sagte Michael und legte ihm die Handschellen an.
„Er hat es verdient.“, sagte Marc Denz, „Er hat meine Schwester betrogen.“
„Ihre Schwester?“, fragte Alex.
„Ja, die Frau von ihm ist meine Schwester. Sie hat heraus bekommen das er sie betrogen hat und hat es mir erzählt.“, sagte Marc Denz.
„Und deswegen bringen Sie ihn um?“, fragte Michael.
„Ja, ich konnte nicht mehr mit ansehen wie er sie betrügt. Er hat es nicht anders verdient.“, antwortete er.
Alex bestellte eine Streife zu seinem Haus die 20 Minuten später eintraf und Marc Denz mitnahm.
Alex und Michael fuhren zurück ins Kommissariat.
Gerrit kam ihnen entgegen als sie zu dem Büro gehen wollten.
„Wo wart ihr?“, fragte Gerrit.
„Gerrit, du kannst ab heute wieder als Kommissar arbeiten.“, sagte Alex.
„Habt ihr den Fall gelöst, oder was?“, fragte Gerrit.
„So ist es.“, antwortete Michael.
„War es jetzt der Denz?“, fragte Gerrit.
„Ja, komm wir erzählen dir alles im Büro.“, sagte Alex.
Alle Drei gingen in ihr zurzeit zugestelltes Büro.
Michael und Alex erklärten Gerrit alles.
Es kam später noch heraus das Marc Denz auch für die Erpressung die Melina den Kommissaren berichtet hatte verantwortlich war.
1 Woche später fuhren die Kommissare vom K11 wieder zurück nach München.
Marc Denz wurde wegen Mordes, Einbruchs, schwerer Körperverletzung und Erpressung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
The End